Die 60. Berlinale, die vom 11. Februar bis zum 21. Februar ihre Tore geöffnet hatte und wieder zahlreiche Gäste in die Hauptstadt gezogen hat, feierte am, Samstag, den 20.02.2010 ihren krönenden Abschluss mit einem neuen Zuschauerrekord von 1.600 Gästen im Berlinale-Palast. Die Berlinale stellt ein Kulturereignis dar, welches nicht nur für die Stadt wichtig ist, sondern auch eines der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie ist. Mehr als 19.000 Fachbesucher aus 136 Ländern, darunter etwa 4.000 Journalisten, akkreditieren sich jedes Jahr bei den Internationalen Filmfestspielen. Ein Mammut-Ereignis, aber auch ein Fest der Begegnung und Diskussionen. Mit über 270.000 verkauften Eintrittskarten ist die Berlinale nicht nur Branchentreff, sondern auch weltweit das größte Publikumsfestival. Kunst, Glamour, Party und Geschäft liegen zwei Wochen lang eng beieinander.

Das öffentliche Programm der Berlinale zeigt jedes Jahr bis zu 400 Filme, welche überwiegend Welt- oder Europapremieren sind. Filme aller Genres, Längen und Formate können zur Bewerbung eingereicht werden. Dabei unterscheidet die Berlinale dann zwischen verschiedenen Sektionen mit jeweils eigenem Profil: großes internationales Kino im Wettbewerb, Independent und Arthouse im Panorama. Besondere Kinofilme, die speziell für junges Publikum gedreht wurden, kommen in die Sektion Generation und spannende Neuentdeckungen. Kinofilme aus Deutschland sind in der Sektion Perspektive Deutsches Kino zu finden. Wie jedes Jahr findet man dieses Mal auch wieder, die vor allem bei jungen Filmemachern beliebte, Kurzfilmerubrik unter dem Namen Berlinale Shorts.
Preise der Internationalen Jury 2010
Auch diese Jahr wurden wieder die begehrten Bären verliehen. Den Höhepunkt des Abends bildete dabei die Verleihung des Goldenen Bären für den besten Film Bal von Semih Kaplanoglu. Zuvor wurden die Silbernen Bären und der Alfred-Bauer-Preis verliehen.
Goldener Bär - Bester Film
Bal von Semih Kaplanoglu
Silberner Bär - Großer Preis der Jury
Eu cand vreau sa fluier, fluier (If I Want to Whistle, I Whistle) von Florian Serban
Silberner Bär - Beste Regie:
Roman Polanski für The Ghost Writer
Silberner Bär - Beste Darstellerin:
Shinobu Terajima in Caterpillar
Silberner Bär - Bester Darsteller:
Grigori Dobrygin ex aequo Sergei Puskepalis in Kak ya provel etim letom (How I Ended This Summer)
Silberner Bär - Beste Kamera:
Pavel Kostomarov in Kak ya provel etim letom (How I Ended This Summer
Silberner Bär - Bestes Drehbuch:
Wang Quan'an und Na Jin für Tuan Yuan (Apart Together)
Alfred-Bauer-Preis:
Eu cand vreau sa fluier, fluier (If I Wants to Whistle, I Whistle) von Florin Serban
Wir haben für euch ein paar schöne Filme aus dem letzten Jahr zusammengetragen. So zum Beispiel der Film „Ricky“ der sich letztes Jahr dem Wettbewerb gestellt hat und dabei gute Kritiken bekommen hat. Dieser italienisch/französische Film handelt von Katie, die als eine ganz gewöhnliche Frau, Paco kennenlernt, einen ganz gewöhnlichen Mann und dies dann etwas Magisches und Wunderbares zur Folge hat: Die beiden verlieben sich ineinander. Das Ergebnis ihrer Liebe ist ein außergewöhnliches Baby: Ricky. Als Kati ein paar Monate später blutige Verletzungen an Rickys Rücken entdeckt, macht sie Paco verantwortlich. Doch es dauert nicht lange, und aus den Wunden wachsen Flügel …
Des Weiteren stellte sich auch Regisseur Tom Tykwer dem Wettbewerb mit seinem Film The International. Im Mittelpunkt von The International steht die Entschlossenheit von Interpol-Agent Louis Salinger und der New Yorker Staatsanwältin Eleanor Whitman, eine der mächtigsten Banken der Welt zu Fall zu bringen, die in die Finanzierung weltweiter terroristischer Anschläge verwickelt zu sein scheint. Nachdem Salinger und Whitman eine Reihe illegaler Aktivitäten aufdecken konnten, folgen die Ermittler der Spur der Geldströme von Berlin nach Mailand, New York und Istanbul. Und schon bald befinden sich beide mitten in einer hochriskanten Hetzjagd rund um den Globus, bei der sie durch ihre kompromisslose Hartnäckigkeit auch ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen: Denn ihre Zielpersonen machen vor nichts halt – nicht einmal vor Mord –, um auch weiterhin Terroranschläge und Kriege finanzieren zu können.